Wein

Artikel mit dem Stichwort Wein.

Nun, manchmal muss man auch mal einfach aufschreiben, was einem passiert. Das tu ich dann auch besser mal, bevor mich dieser erträgliche chilenische Cabernet-Carmenere vollkommen in seinen Bann, äh, zieht.

Fangen wir also mit dem ersten Punkt an.

Der erste Punkt: Mütter, die 300 Meter vor der nächsten Apotheke ihrem noch portablem Kind zwecks Bildung des Wortschatzes Apotheeeke… Apotheeeke… Apotheeeke… Apotheeeke… zuflüstern und das sehr bestimmt und wohlbetont – die sind unheimlich. Sie sind sicher aufs Beste der ihres Kindes im Sinne der sprachlichen Frühförderung besorgt, aber unheimlich sind sie doch. Wenn sie das hinter dir her murmeln und du keine Ahnung hast, dass sie gar nicht dich selbst meint. Apotheeeke.

Der zweite Punkt: Der dritte Punkt: Heißgeräucherter Striemellachs und frische Brötchen sind so eine Art Festmahl bei diesem Wetter. Ich hab das einfach alles auf einmal verdrückt. Dabei will ich doch mein Sixpack bis zur Bikinisaison zurückhaben. Weh, weh. Es war stärker als ich.

Der dritte Punkt: Ich bin manchmal fürchterlich eifersüchtig und missgünstig, zum Beispiel jetzt gerade fühle ich mich schamlos und vor allem ganz und gar ungerechtfertigt vernachlässigt1. Meine Rolle als toleranter und gelassener Gentleman ist eine perfekte Tarnung, wie es scheint. Wenn ich mich nur nicht gerade in diesem Moment enttarnt hätte. Verdammt.

Der vierte Punkt: Pistazien sind mindestens genauso schlimm – nicht nur, dass sie irgendwie schmecken, das Schälen ist unwiderstehlich. Knacken, knabbern. Knacken, knabbern. Meine Güte, bin ich satt. Knack. Knabb.

Ich hätte noch sechs andere Punkte, aber ich glaube, für die bin ich zu angetrunken.

  1. ;-) []

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Wie ich hörte, soll man Wasser in Flaschen nach dem Öffnen nicht mehr tagelang herumstehen lassen, weil sich eine hübsche Zivilisation von Keimen darin bildet – eine Art böses Imperium im Rekordtempo. Also, demnach sollte man entweder sein Wasser besonders schnell trinken oder sich lieber – ganz nach mittelalterlicher Methode – nur noch vertrauensvoll Bier und Wein zuwenden. Dabei habe ich in letzter Zeit immer so ätzende Kopfschmerzen nach ausgedehnten Durstattacken… Keime oder Kater heißt es wohl.

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Eigentlich wollte ich gerade zur Einführung in meinen neuen Job aufbrechen, da erreichte mich eine Email, laut derer die Leiterin erkrankt sei und diese – Versenderin dieser Mail – leider auch keine Emails schicken kann; nun gut, ein paar Tage quasi Nichtstun mehr werden mir auch nicht unbedingt schaden. Dafür habe ich genug erlebt, um diese Zeit mit Blogeinträgen voller Weisheit zu füllen. Wie diese:

(Da war grade ein älterer Herr mit Schlägermütze an der Tür, der mir einen Broschüre mit dem Titel “Bereit für Tag X?” schenkte – es geht um den Weltuntergang, wie ich glaube. Erst diese Sache mit der Höllenmaschine des CERN und nun noch einmal Doomsday? Der moderne Mensch hat eine Menge Stress mit seinem Lieblingsplaneten, der scheinbar alle paar Minuten zu zerbröseln droht. Weiter im Text:)

Wenn erwachsene Leute, die ich bisher für vernünftige und angenehme Zeitgenossen hielt, plötzlich damit beginnen, sich über die Vorzüge eines pink getönten und “mit Puscheln am Schwanz und den Füßen” bewaffneten Königspudels als bevorzugten, sogar eigentlich unabdingbaren vierbeinigen Begleiter des modernen Menschen zu unterhalten – dann ist der unglaublich günstige Bardolino, den ich beigesteuert hatte, wohl doch eher billig als preiswert gewesen.

Wobei man sich in solchen Momenten paradoxerweise wünscht, viel mehr von dem Zeug angeschafft zu haben, in der Hoffnung sich des Pudelthemas entledigen zu können.

Auch im Interesse aller Königspudel.

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