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Artikel mit dem Stichwort Werbung.

"Mit Jod S11 Körnchen" - natürlich! Mausermenü schien mir für meine Haarentwicklung am sinnvollsten.

Wo sind denn heute die Jod S11 Körnchen? Mausermenü ist für Männer meines Alters wohl ideal.

Meine fürsorgliche Ärztin hat mich genötigt, versuchsweise für ein paar Wochen Jodtabletten einzunehmen. Jod. Von allen Dingen! Das Zeug ist doch schon im Salz! Tupft das nicht jeder einigermaßen glaubwürdige Doc  in schmerzhafter Weise auf Wunden1, jedenfalls in jedem guten Western, wenn es nicht zum Klassiker “Ich brauche heißes Wasser und ein paar saubere Tücher” gereicht hat?

Jod ist voller Assoziationen für jedes Kind der 80er und frühen 90er.

Man denke nur weiter, an Tschernobyl. Reaktorkatastrophe. Damals, als unser Wortschatz  um den Begriff “Super-GAU” bereichert wurde, damals, als Mama und Papa bei jeden Regenfall panisch die Kinder ins Haus schleifte, damals als Jodtabletten im Handumdrehen ausverkauft waren, weil jedermann die Schilddrüsen seiner Lieben gegen das radioaktive Jod aus der Ukraine vorsorglich mit harmlosem westlichen Jod sättigen wollte. Fieses Zeug war das, genau wie seine Kumpel Strontium-90 und Cäsium-137.

Ich verstand das nicht. Jod war doch gesund! Das war doch sogar in dem Vogelfutter, das unsere Wellensittiche offenbar ohne größere Beeinträchtigungen verdrückten. Damals hatte jede zweite Familie einen der kleinen Lärmquellen; die Snobs hielten sich Nymphensittiche, die Angeber ein Paar Unzertrennliche.

Jod-S112 war im meistbeworbenen Futter das Kaufargument: “Damit euer Sittich lange lebt.”, mahnte die Werbung. Natürlich wollte man seinen Liebling nicht mit den falschen Körnern schleichend dahinsiechen lassen und so zu einem frühen Ende verhelfen, oder – noch schlimmer – die besorgten Kinder weiter besorgt  und quengelig weiterleben lassen.  Ob vielleicht  ein Konkurrenzprodukt mit “Cäsium S-137 Körnchen”  eine Chance gehabt hätte?  Man weiß es nicht – eine weitere vergebene Chance auf Ruhm und Reichtum. Wäre ich doch nur damals schon alt genug gewesen, um ein weltumspannendes Vogelfutterimperium aufzuziehen!

Wenn ich mir aber mal die Slogans der Marke anschaue, dann wird mir klar dass ich wieder einmal all meine Erinnerungen durcheinander gebracht habe; das S11 wurde erst 2003 an das Jod des lebensspendenden heiligen Grals der Körnermischungen angenietet. Ich kann mich also beruhigen, ehrlich gesagt darf ich mich sogar freuen. Erstens kann ich nun stolz verkünden, die Bedeutung von “Trill” zu kennen:

“Trill heißt hüpfgesunde Sittiche.”

Heute darf ich mich zwar nicht mehr auf ein längeres Leben dank Jod einstellen (das hat man vorsichtshalber irgendwann nicht mehr in Aussicht gestellt), dafür aber winkt mir – zweitens – immerhin eine hüpfgesunde Existenz. Also, wenn das nichts ist…

… dann weiß ich es auch nicht.

  1. wenn man sie nicht mit Schießpulver ausgebrannt hat. []
  2. Natürlich weiß ich inzwischen, wofür das “S11″ steht – nämlich für “Schilddrüse” und “11 Mineralstoffe und Spurenelemente” . Ich war ziemlich enttäuscht. (via Placeboalarm) []

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Kürzlich habe ich Post bekommen. Darin: Ein kleines Tütchen und drei Blatt Papier.

An “GORGMORG”. Darunter mein Name und meine Adresse. Scheinbar was offizielles. Was so erstaunlich wie putzig ist, schließlich ich doch schließlich gar kein Geschäft. Ich habe auch gar nichts bestellt. Ich soll aber.

“Vollendeter Teegenuß beginnt mit der passenden Wasserzubereitung” – wer weiß das nicht? Ich persönlich verbringe täglich Stunden, ich fühle mich gleich verstanden. Teefilm (!) und Ablagerungen hingegen sind unangenehme Begleiterscheinungen der Teeherstellung, die mir den bitter nötigen Nachtschlaf kosten. Vor Sorge.

Die mitgelieferten Papierfächer1 helfen jedenfalls sicher, teilt man mir im Anschreiben fröhlich mit.

Genau dasselbe schildert man in epischer Breite auf zwei schief und blässlich fotokopierten Seiten, deren Zeilen dafür aber ordentlich durchnummeriert sind2. Ob die wirklich für mich bestimmt sind, den zukünftigen Papierfächervertrieb? Sieht so hingeschlampt aus. Egal: Man informiert mich, dass ich mir nun keine Sorgen mehr wegen Verkeimungsgefahr machen muss – wäre ich ein Besitzer eines “Kannenfilters”, der auch “Ionentauscher” enthält und eine Menge fürchterlicher Gefahren birgt. Desinfektionsmittel zum Beispiel. Wasserverschwendung. Moment mal – es gibt allerdings ein paar sehr gute Kannenfilter, die sich von der Konkurrenz unterscheiden: Erstens lassen sie alle eben genannten Schwächen vermissen, zweitens stammen sie zufällig vom Hersteller der mir gerade so großzügig zugekommenen Musterpapierfächer. Dies könne man sogar – unglaublich! – mitnehmen – “z.B. auf Reisen.” Wir sind wieder beim Thema, ich bin immer noch so fasziniert wie in der ersten Zeile.

Dann werde ich mal “den Tee wir gewohnt” zubereiten und – bei Gefallen – ein Kistchen bestellen.

Liebe Werber, wenn ich bei diesem Kollegen kaufe – bekomme ich dann von euch ein iPhone, ein paar Kisten Bier oder vielleicht ein neues Auto? Einfach schicken.

  1. Aus kochfestem Filterpapier. Aus natürlichen Rohstoffen. []
  2. Es sind 56. Der Briefkopf des Texterbüros ist auch noch drauf. []

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Die lästigen Ausfälle meines kleinen Chats sind scheinbar Googles Schuld, deren Talk-Service in den letzten Tag etwas wacklig war.

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Eigentlich hatte ich vor, mich endlich aus Facebook zu verabschieden – ich hatte sogar gedacht, das hätte ich mit der Deaktivierung meines Accounts auch gemacht. Leider definiert Facebook “Deaktivierung” anders als ich und blieb in meiner Abwesenheit recht munter mit Blogbeiträgen und so weiter – die “Apps” werden nämlich nicht abgeschaltet – eigentlich würde ich gern wissen, was überhaupt deaktiviert wird. Ich vermute: Nichts. Bevor ich Stunden damit danach Suche, wie man seine Daten restlos löscht, bleibe ich eben lieber Mitglied und passe auf. You win this battle, facebook.

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Ich war neugierig, wie sich wohl Werbung so macht1 – und tatsächlich gibt es im Moment welche auf gorgmorg, welche von Google, die aber nur auf den älteren Beiträgen erscheint – die über besagte Suchmaschine so gern von völlig Fremden besucht werden.
Bisher ein totaler Fehlschlag.

  1. Ja – gorgmorg kostet mich durchaus eine spürbare Menge Geld im Jahr und ich wäre ganz glücklich, wenn es sich selbst tragen könnte []

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Wenn man morgens unbedingt einen wirklich großen Fehler machen will, dann muss man nur den Fernseher einschalten. Zwangsläufig achtet man mehr als üblich auf die Werbung, um sich vom eigentlichen Programm abzulenken und kurz bevor man mit Sicherheit auf eine deutlich bessere Idee kommt, die ich grade umgesetzt habe und nun mit euch teilen möchte: Abschalten.

Vorher aber habe ich Werbung für das neue koffeinhaltige1 Shampoo der Firma Alpecin gesehen.

Es geht darin um Haare, die sich mit den Jahren verändern und – nein, nicht etwas dünner oder grauer oder gar weniger werden, es geht auch nicht um Spliss oder die gefürchtete Strohigkeit. Oh Nein.

Es gilt mit diesem Elixir zu verhindern, dass die Haarpracht abschlafft.

Abschlaffendes Haar. Grauenhaft!

Interessante Wortwahl. Mir war eigentlich nicht bekannt, dass Haare so etwas überhaupt können. Daher hatte ich bisher auch noch keine Angst davor. Eventuell kann ich das ja nachholen.

Ich verrate euch natürlich nicht die Zielgruppe dieses Produktes. Als kleine Hilfestellung: Es sind weder junge Frauen, Frauen mittleren Alters oder ältere Frauen. Auch keine Kinder, keine Jungs und keine Mädchen. Es ist eine andere Sorte Mensch, die Gerüchten zufolge tatsächlich Alpträume vom Abschlaffen haben soll. Ich dachte zwar immer, dabei ginge es um andere Körperteile, aber … nun, wie bereits gesagt, ich lerne ja immer noch dazu.

  1. Es ist Morgen, da passt das Koffein immerhin ins Zeitfenster. Ich nehme es allerdings immer noch bevorzugt als Heißgetränk zu mir. []

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ICQ 6 entwerbt

Ach ja Wer das neue ICQ 6 mag (wer Speicher und entsprechend Rechenleistung übrig hat und grün nicht schlimm findet, sollte das schonmal überlegen, wenn nicht gerade zig andere Messenger gebraucht werden) und von der übermäßigen Werbelast gestresst wird, kann die böse, böse werbetötende Maßnahme des ICQ Banner Remover ergreifen. Wirkt. Oh, was für ein Unterschied! Plötzlich habe ich Mitleid mit AOL – aber wenn die CHIP das schon linkt, darf ich das auch, oder? Na gut, das mit dem Mitleid war gelogen.

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