Wetter

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Dachswetter.

So kurz vor Weihnachten, wenn das Wetter kalt und nass und die Arbeit schlichtweg zuviel wird, da buddel ich meine Gänge tiefer unter die Erde, weit unter den geschäftigen Westen Bielefelds – tiefer und tiefer, bis man die Geschäftigkeit der Welt dort oben kaum noch mitbekommt. Weil ich da unten ein bequemes Sofa, solides Internet, Kekse, Whisky und Ingwertee habe, ist der Weg hoch zum Tageslicht nicht besonders erstrebenswert. Ich bleibe lieber hier drin, kuschelig eingegraben.

Ist ja eh ekelhaft da draußen. Wer will schon da raus?

Ich jedenfalls nicht, soviel steht fest.

Na gut, für auserwählte Dachse und Spezialmenschen mache ich Ausnahmen. Außerdem kann ich mal darüber nachdenken, zu Weihnachten die Nase an die Luft zu stecken und probeweise ein paar Schritte in die Öffentlichkeit zu wagen.

Nun, falls ihr etwas Leckeres vor dem Bau wedelt, dann… nun, das könnte auch von Erfolg gekrönt sein. Aber gebt euch Mühe: Dieses Sofa hat große Macht über mich und sein Zauberbann ist nicht leicht gebrochen.

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… aber eigentlich mache ich gar nichts julihaftes und sommerliches : Ich sitze in der Wohnung, schreibe an verschiedenen Sachen herum, lese Bücher und spiele ein wenig verschiedene teils nicht einmal jugendgefährdende Spiele. Deutlich weniger – auch wetterbedingt – sitze ich auf dem Siggi und trinke Bier, schwimme oder gehe auf Festivals oder .. tue Unanständiges.

Wäre es nicht so mächtig Schwül, könnte man direkt auf den Gedanken kommen, es wäre Winter. Ich bin auch immer so müde.

Nun soll bitte niemand auf die Idee kommen, es jetzt schneien zu lassen.

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Elf Grad

Sehr geehrte Damen und Herren,

ich weiß nicht genau wer in dieser Sache zuständig ist, aber ich möchte eine Beschwerde anbringen. Es geht mir um die Wetterangebote, die in letzter Zeit doch sehr an Qualität zu wünschen übrig ließ. Zuerst dieser ständig angetaute Schnee, der dann in einer unentschlossenen wirkenden Manier wieder überfror. Und jetzt 11 Grad und Nebel und noch dazu dieser Sturm, der um die Häuserecken pfeift und – gestatten sie mir die Offenheit- mir ganz erheblich auf die Laune drückt.
Auch meine Freunde erzählen Ähnliches – wenn ich denn überhaupt noch Freunde sehe, weil die meisten sich bereits seit Tagen in ihren Wohnungen verbarrikadiert haben und die Rolläden lieber unten lassen. Sie werden sicher verstehen, dass ihr neu angekündigtes Produkt “Nächte Woche wieder Frost!” nicht gerade für Begeisterung in unseren Kreisen gesorgt hat. Einige von uns lassen sich bereits Bärte wachsen, die aussehen wie fein gekämmter Dachsbauchpelz.
Übrigens, ich habe Urlaub und da habe ich doch mal etwas mehr Hingabe und Service ihrerseits verdient, oder?

Ich verbleibe in Hoffnung,
D.

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Lange her, dass ich mal so eine kleine Aufzählung gemacht habe, aber inzwischen hat sich so einiges in meinen Gehirnzellen und Notizbücher angesammelt – das muss nun raus. Mal sehen, vielleicht bin ich gar nicht so eingerostet…

  • Der berüchtigte Held aus dem Westen namens Rouven führt das Spezialportal meines Lieblingsviertels auf den Seiten der Neuen Westfälischen – sehr passende, eher: Ideale Besetzung für diese Aufgabe finde ich. Allerdings hätte ich als URL-Unwissender Schwierigkeiten, “Bielefelds Westen” im ausufernden WWW-Angebot der Zeitung zu finden. Aber keine Sorge – du liest ja Gorgmorg und Gorgmorg hilft: http://www.nw-news.de/westen. Der Mann packt gleich die ganz gefährlichen Kontroversen an – ich denke da an die Räumpflicht. Ganz schön mutig.
  • FRRZZZ fänd ich vermutlich schon aufgrund des ganz im Sinne von Gorgmorg sinnvollen Titels großartig, es hat auch eine Bielefeld-Connection: Der Autor hat dieser Stadt viel Gutes getan, nicht nur was geschmackvolle Schal-Mode angeht. Erstaunliches Zeug. Wo findet der all dieses Zeug?
  • Der Mensch hinter Gedankenübertragung hört offenbar viel von derselben Musik, der ich früher mal mehr oder weniger hilflos ausgesetzt worden bin – woher das wohl kommt? Man könnte direkt glauben, dass wir uns kennen. Er ist ein weiterer der wenigen tapferen Menschen, die ihr Biblostati-Schnitzel ohne den gefürchteten Salat zu bestellen wagen. Dafür allein hätte er den Link verdient; außerdem leiht er mir neuerdings Bücher. Guter Mann.

Ich garniere diesen Beitrag mit zwei Erkenntnissen – mit denen habe ich in letzter Zeit ja auch eher gegeizt.

Erstens: Es fühlt sich erst so richtig nach Montag an, wenn dir ein Glas Sìchuān-Bohnen in deinem Kühlschrank ausläuft und alles mit schwarzer Soße überzieht.

Zweitens: Inzwischen beginne ich Twitter schätzen zu lernen. MeinVZ/StudiVZ, Facebook… diese immer weniger. Twitter macht nur eines, maximal 140 Zeichen an deine Kontakte, Einzelpersonen oder eben das gesamte Twitterversum zu schicken. Das reicht mir – ich brauche keinen Lebenslauf auf irgendwelchen Servern.

Drittens: Trotzdem habe ich diese Wetten Dass ?!? – Sache vom Samstag nicht mitbekommen und ich bin eigentlich auch froh darüber. Ich bin lange nicht so multimedial wie einige zu glauben scheinen.

Hoffentlich habt ihr es schön warm in diesen Schneematschtagen.

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Ich habe es gar nicht donnern hören, aber die luft ist aufgeladen und man riecht die Blitzelektrizität. Ich fahre sogar gern Auto, was mir sonst vollkommen egal ist, die Scheiben sind etwas heruntergekurbelt. Dann steige ich aus, um meine späten Erledigungen hinter mich zu bringen, wegen denen ich erst gar nicht aus dem Haus wollte.

Ich habe kein Problem damit, dass die warmen Regentropfen meine Sachen durchnässen – nein, es ist sehr angenehm. Niemand ist noch außer mir unterwegs.

Alles sieht klarer aus und obwohl ich sehr, sehr müde sein sollte, bin ich voller Energie und Tatendrang. Die Synapsen machen eine Nachtschicht und feuern wilde Phantasien durchs Hirn.

Erinnerungen kommen hoch.

Keine Nacht, in der man allein sein sollte.

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Da habe ich mal einige wenige Tage frei – vier davon wirklich Urlaub – da denke ich schon nach dem ersten, dass 14 Tage ja viel besser wären. Nicht zuletzt weil die Übergabe meiner Fälle an Kollegen wie immer einige Stunden Arbeit kostete.

Egal, ich trinke einfach meinen Milchkaffe und versuche nicht an die vielen Termine zu denken, die sich ohne zu fragen in meine Woche gequetscht haben und sich nun weigern, sich abgesagen zu lassen. Bei Arbeitsterminen habe ich wenigstens nicht mit Versicherungsmaklern zu tun. Brrr.

Außerdem scheint die Sonne scheinbar nur während meiner Arbeitszeit. Was soll das, hm?

Aber ich will mich nicht beklagen, nicht einmal weil ich aufgrund eines vergessenen Netzteils diesen Beitrag auf meiner winzigen Handytastatur tippen muss. Nein, das ist mir fast egal.

Nichtstun und vielleicht noch einen ganz tollen Besuch machen, das ist es wert. Liegen bleiben und es so gar nicht betreuen.

Letzte Nacht habe ich davon geträumt, wie eine Armee aus original kanadischen Mounties und Punks auf Inlinern einen glorreichen Sieg gegen das Böse erkämpften, während ich Sex hatte. Da hat sich offensichtlich einiges an Spitzenphantasien aufgestaut und das war noch die Anständigste. Ich schreibe also besser nicht weiter…

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