Wetter

Artikel mit dem Stichwort Wetter.

Gewitter

Das Gewitter hatte uns auf dem Siegfriedplatz eingekesselt. Erst hatte es uns vom Westen her ausgespäht, dann vom Süden angeblitzt und dann einen Frontalangriff von allen Seiten ziemlich genau zur elften Stunde zu starten. Wir packten die Decken ein und stellten die leeren Bierflaschen an die besonderen Stellen, an denen die Leergutfeen sie finden würden.

Die Blitze erhellen die Nacht als wie ein blaustichiger Mittag und knallen nicht einfach nur senkrecht in die Erde; ich sehe sie sich genauso oft parallel zum Boden mitten in der Luft entladen. Falls es das nicht gibt, dann spinne ich vielleicht. Aber ich habe es gesehen.

Er schlägt einmal direkt neben der Straße ein, auf der ich fahre. Ich sehe es hell in den Boden strahlen und schnell ist es wieder pechschwarze Nacht, bis zum nächsten Blitz.

Die Luft riecht nach Fotokopierer, so wie eine Batterie an der Zungenspitze kribbelt meine Haut. Warum denke ich an Sex? Ich fahre schnell, manchmal kurbele ich trotzdem die Scheibe herunter und halte den Kopf ein Stück heraus, so dass die dicken Tropfen in mein verschwitztes Haar klatschen. Sie sind schwer und warm, sie duften nach Volt und Ampere.

Der Donner entfernt sich erst später, Krachen nach Krachen, nachdem ich den Wagen geparkt und doch noch durchnässt im Haus angekommen bin.

Eigentlich will ich wieder raus.

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Herbst kommt.

Wir haben vielleicht nicht gewusst, dass die vergangenen Tage die letzten dieses Sommers sein würden, aber wir haben es doch geahnt und Recht behalten, nicht wahr?

Nicht, dass die Sonne nicht mehr scheint, nein – es kommt noch vor und die Herbstsonne ist glorreich und golden, so wie es sie im Sommer niemals gibt.

Aber die Kälte kriecht einem in die Knochen und das Krächzen in den Hals und es ist nicht leicht, die beiden wieder zu vertreiben; ein Tee oder am besten ein Grog oder ein warmer Gedanke, die würden schon helfen, für eine Weile oder zwei.

Ich werde immer so müde, wenn es plötzlich kalt wird, als ob das Euphorische des Sommers, so traurig er auch für mich war, einem listig aus den Adern gesaugt und nichts nimmt den Platz ein, außer vielleicht ein klassischer Schlafmohnsaft. Da ist auch immer Wehmut, besonders in diesem Jahr. Da kam sie aber nicht plötzlich, sie war schon lange da und machte alles schwer, nur dann und wann konnte man einfach so tun, als wäre sie nie da gewesen.

Nachts liege ich im Bett und kann nicht schlafen, noch nicht, ich spüre die Kälte, obwohl dicke Wände sie sicher abhält. Die kleinen Tiere kratzen und Rascheln unter den Dachpfannen und über meiner Schräge umher.

Man hat sich schon eingerichtet für den Winter.

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Ich glaube, ich befinde mich zwischen zwei Gewittern. Das war vor ein paar Stunden war gewaltig, aber es brauchte zu lange um in Fahrt zu kommen und dann war es doch … zu kurz.

Ich fand das unbefriedigend und warte auf eine neue Runde in meinem überhitzten Zimmer unter der Dachschräge. Komm schon, Wetter. Das schaffst du doch noch!

Mein Rücken knirscht und knackt bei jeder Bewegung; die letzte Nacht war ein wenig viel; nicht dass ich etwas bereue. Ich träume gute Gesellschaft herbei, der ich (zwischendurch) dringend Massage beibringen muss. Eine wirklich angenehme Vorstellung.

In der Ferne donnert es leise; zu leise, denn ich muss bald schlafen – meine Dienste als Fahrer werden wieder einmal viel zu zu früh gebraucht und wenn das Gewitter kommen sollte, dann wird es mich wohl wecken …

Wenn ich einschlafen könnte. Grrrr.

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Gesundheit!

Seit Wochen fühle ich mich schlecht – und ich meine körperlich, liebe mitleidige Seelen. Ich bin müde, schlapp, schlafe mäßig gut und kann mich nur mit Bier einigermaßen auf den Beinen halten. Mir wird ja schon beim schnellen Treppensteigen schummrig. Nicht immer, hin und wieder.

Gestern Abend war ich mit meinem Bruder laufen. Acht Kilometer, die schön locker gingen. Teilweise konnte ich ihm sogar davonlaufen1.

Heute morgen habe ich nichtmal einen Muskelkater.

Mein Körper ist seltsam.

  1. Nicht an Steigungen, dafür ist er zu leicht []

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Ja! Es ist soweit: Ich kann wieder den Himmel sehen! Wer mich vielleicht etwas genauer kennt, weiß vielleicht auch, dass ich an einem bewaldeten Hügel wohne, an dem sich die Wolken vorzugsweise ein Weilchen länger aufhalten. Sich zusammenballen und einen Plausch mit ein paar Tässchen Tee halten, dazu ein paar leckere Kekse und schon ist der Auflauf komplett, der für Stunden, Tage und Wochen kein bisschen an Transparenz gewinnt: Ich habe den unbewölkten Himmel schon seit Wochen nicht mehr für mehr als ein paar Minuten gesehen.

Jetzt ist der Frost da. Jetzt bekomme ich wieder LICHT. Na endlich. Der Nachteil des Frostes für mich persönlich ist eher, dass dieses Haus bald aus gutem Grund neu isoliert werden muss: Es zieht. Bei entsprechend kaltem, beständigem Wind kann ich den Luftzug auf der Haut meines Antlitzes spüren. Zwar bin ich nun entschiedener motiviert und besser gelaunt als zuvor, dennoch lange ich früher als üblich im Bett, dick in Decken eingewickelt und mit einem warmen Notebook auf dem Schoss, um weit hergeholte Geschichten zu schreiben.

Trotzdem. Gut, dass die Tage der atmosphärischen Erbsensuppe für eine Weile vorbei sind.

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Ich wohne am Waldrand, oben auf dem was man hier in Ostwestfalen für einen “Berg” hält. In den letzten Tag sammelt sich der Nebel genau dort wo ich wohne und ballt sich zusammen, sammelt seine Kräfte um endlich mit einer gewaltigen Anstrengung über den Hügel zu hüpfen. Ich erwarte halbwegs, die Nebelwolke auf der anderen Seite mit einem gewaltigen Rumms! aufschlagen zu hören. So ein Rumms! wie in guten und alten Trickfilmen, eines nachdem man ein Klirren und dann ein erbostes Katzenmiauen hört. Ein Rumms! wie man sie heute eigentlich gar nicht mehr herstellt. Damals war alles besser.

Kurz zusammengefasst: Hier sieht es ganz genau so aus wie in Mordor aus dem “Herrn Der Ringe”, jedenfalls so wie das in den Büchern beschrieben wurde und 80% von der Filmversion. Das schlägt nicht nur Hobbits aufs Gemüt, aber eigentlich komme ich ganz gut klar, für meine Verhältnisse jedenfalls: Meine Postings zu dieser Jahreszeit waren schon unerfreulicher. Ich bin nur etwas einsam, aber es geht schon. Mir scheint, die Bloglust nimmt im Moment ab, meine Lieblingsblogs sind untypisch still und wenn sie nicht schweigen, dann flüstern sie nur wortkarg ein paar Zeilen in den digitalen Aether. Mit ein paar Ausnahmen.

Ich habe genug zu tun um mich abzulenken – ich schreibe diese auf meinem neuen tragbaren Computerspielzeug1 aber ich wünschte, das bisschen Matsch vom Wochenende würde sich dazu entschließen, zukünftig in richtigem Schnee niederzugehen. Nicht so viel davon, die pulverige, freundliche Sorte Schnee. Die Sorte, die man auch auf leckeres Gebäck tut.

Daraus kann man auch leichter seine Freunde ausbuddeln, die sich versteckt haben.

  1. Ja, es ist das MacBook []

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