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Wenn ich mal im Büro arbeite, dann bestehe ich auf Windows Vista oder einem ähnlichen Produkt der fantastischen kleinen Softwareschmiede aus Redmont. Windows Vista ist nicht einmal besonders schlecht; nicht viel schlechter als der Vorgänger XP und dafür schöner, bei weitem schöner und hin und wieder sogar logischer. Stabil sowieso. Damit hätte meine Präferenz nicht zu tun.

Ich müsste meinen Arbeits-PC nichtmal liebhaben, wie manche Leute vielleicht ihren Mac oder ihren alten C64 liebhaben, ich kenne ja sogar Leute, die im Bett mit ihrem MacBook kuscheln. Das bräuchte ich nicht. Das habe ich ja zuhause.

Aber wenn ich eines gern mache, dann Urlaub. Und wenn das fertige ServicePack 1 für Vista genauso lange für eine fehlgeschlagene Installation braucht wie der Release Candidate1, dann kann man bestimmt einen Tag frei machen. Ich habe die fürchterliche Entscheidung zum Update heute Mittag getan – zirka 150 MB mussten auf die Festplatte geschaufelt werden, dafür brauchte man ein paar Stunden (!) und dann ging es los. “Schritt 1 von 3. Servicepack wird installiert. Schalten sie den Computer nicht aus.” Nun, viele Stunden später, ist es aus unerfindlichen Gründen wieder fehlgeschlagen. Richtig, ich schreibe das um halb zwei Uhr nachts. Genau dasselbe Problem hatte ich übrigens mit der Betaversion.

Dummerweise fehlt mir nun die notwendige Festanstellung, damit ich ordentlich blaumachen kann.

Update: Leider ist es natürlich (!) mit dem “Update wieder entfernt” nicht so einfach gelaufen wie man sich das vielleicht erhofft hat. Seitdem die Installation des ServicePack 1 gscheitert ist, ackert meine Festplatte ununterbrochen und macht Arbeit mit dem System fast unmöglich. Danke, Microsoft. Danke. Immerhin habe ich als snobistischer “Ultimate Edition” Benutzer die Möglichkeit, zu einer früheren Systemkonfiguration zurückzukehren – Leute die vielleicht ohne Backup eine Aktualisierung des Systems in Angriff nahmen, könnten eine sehr unangenehme Neuinstallation vor sich haben. Ich kann vor dem Release Candidates des Service Pack 1 nur warnen, jedenfalls andere Benutzer von 64bit Systemen.

  1. RC=”Wenn es nichts kaputtmacht, wollen wir das Ding so herausbringen” []

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Ich habe den ersten Urlaubstag damit verbraucht, den neuerdings mit Windows Vista ausgestatteten PC meines Vaters wieder ins Netzwerk zu bringen. Gar nicht so einfach, wenn die auf dem Motherboard eingebaute Netzwerkkomponente so ein enormer Schrott ist – diese hier war eine des verdammungswürdigen Herstellers ULi. Vista war scheinbar eher unschuldig am der Misere, es nahm die Komponente problemlos an, Treiber waren vorhanden – allerdings war das Teil nicht in der Lage, das ganz und gar durchschnittliche Hausnetzwerk zu finden. Nun gut, ich begann schon an mir zu zweifeln, als ich vorhin im Marktkauf eine ganz normale No-Name Karte (ich nehme an, eine mit RealTek Chipsatz) im Angebot liegen sah – nun gut, einen Versuch war es wert. Eingesteckt, PC an, Internet und Hausnetz waren da. So einfach geht das.

Und was lernen wir daraus? Jeder Euro Investition in ordentliche Hardware wird sich beim nächsten Systemupgrade auszahlen. In Nerven.

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Ihr wartet schon eine weile auf diesen Beitrag, hm? Nun gut. Also, um es kurz zu machen: Ich finde Vista 64 Ultimate (ich werde sicher nicht nachschlagen wie das nun korrekt geschrieben wird) hübsch, ich mag es gern und es läuft ganz toll auf meiner Höllenmaschine von ziemlich neuem PC. Ich würde es für Leute empfehlen, die sich eine Höllenmaschine von neuem PC zulegen wollen – andere haben vermutlich auch keinen triftigen Grund dafür, XP hinter sich zu lassen, auch werde ich persönlich sicher nicht aufhören, Fan von Kubuntu zu bleiben, das weiterhin einen Platz auf meinen Festplatten hat.
Die Fakten:

  1. Meine wirklich neue Hardware läuft inzwischen sehr gut
  2. Vista ist stabil
  3. Ältere Hardware mit zweifelhafter Treibernachklieferung wie meine Billigwebcam von Sitecom… kann man vergessen. Aber das war ja zu erwarten und vor dem Vistakauf nachzuprüfen.
  4. Spiele laufen bei mir eigentlich gut – mit Ausnahme von vielen älteren Demos
  5. Eine ganze Reihe von älterer Software, vor allem etwas schlampig im Hinblick auf Multi-user Umgebungen programmierte, läuft nicht mehr. Andererseits ist es schlampig gemachte Software, die ich vielleicht grade noch rechtzeitig losgeworden bin.
  6. Die Neuerung von der ich erwartete, sie als erste zu deaktivieren – die Leiste am Bildschirmrand mit den Gadgets – ist mir ans Herz gewachsen und richtig praktisch.

Das klingt ja alles relativ lieb und nett, oder? Fast. Wenn nicht die an sich gut gemeinte UAC wäre, die kurz gesagt bedeutet, das man ohne Administrator Passwort nichts Gefährliches anstellt und auch listige Software nichts Böses hinterrücks installiert, ändert, löscht usw. Wenn ich allerdings beim hochfahren des Systems insgesamt viermal – für Virenkiller , für Spybot einmal, für die Hardwareutilities zweimal – mein Admin-Passwort eingeben muss, wird das ganze Ding zur Folter unschuldiger User. Richtig, jedesmal. Kein Wunder, das genervte Kunden das ganze System deaktivieren und mit dem Sicherheitsstand früherer Windowse weiterleben. Soweit bin ich noch nicht, aber da muss Microsoft eine Lösung finden. Schnell.

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Ich werde Mitte der Woche wohl nach einem guten Monat Windows Vista ein kleines Fazit meiner Erfahrungen ziehen, bis dahin habe ich mir mal einen Moment ein paar Weblogs zum Thema angeschaut. So richtig viele spezialisierte Projekte in dieser Richtung scheint es gar nicht zu geben, aber ein entspannter Suchmaschineneinsatz brachte folgende Auswahl:

  • Vistablog.at – Der Vertreter von Microsoft Österreich ist wohl auch eines der besten deutschsprachigen Vista Weblogs – sauber, informativ, sehr aktuell und ordentlich geschrieben. Nicht schlecht für ein Firmenblog, kleine Seitenhiebe in Richtung Erzkonkurrent Google inklusive.
  • Windows Vista Team Blog ist genau das – von und mit den Machern, nicht besonders schlimm, nicht besonders aufregend – aber mit erstaunlich wenigen Nutzerkommentaren.
  • Das “inoffizielle Windows Vista Weblog” unter der sicher linkträchtigen Domain windowsvistaweblog.com ist wie erwartet voller Werbung und den erwarteten Themen, nur zusätzlich mit Nachrichten über Sicherheitsprobleme im neuen OS gefüllt. Unterhaltsam gemacht ist es nicht.
  • Das deutsche vista-blog.de macht dasselbe sehr viel besser – auch nicht gerade eine Lawine an eigenem Inhalt, aber einigermaßen stilvoll und aktuell.
  • Ganz schlimm: Das Vista Blog vom grünlichen Kommunikationskonzern Freenet. Hässlich, schlampig und auf einem fürchterlich niedrigen Niveau geschrieben – erst Pressemitteilungen paraphrasieren und danach – optisch gut abgesetzt – die eigene Meinung. Der Tenor: Die wollen alle Geld verdienen – fies! Freenet dagegen hat scheinbar einiges an Devisen übrig gehabt… warum sponsorn die nicht mich?
  • go-vista.de hat immerhin einen gewissen Informationswert, wird aber scheinbar auch eher gemächlich gepflegt.

So richtig begeistert bin ich über die Weblog-Landschaft zu Vista (noch) nicht. Aber es kann auch sehr gut sein, dass ich wie immer die echten Juwelen der Szene nicht gefunden habe. Ich erwarte eure ergänzenden Kommentare.

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Ich hatte vor, nach einem Monat ein Fazit meiner Windows Vista Erfahrungen zu posten, ein Punkt davon hat sich jedoch schon jetzt zur Halbzeit herauskristallisiert: Das Verhalten von “Autostart” Anwendungen, speziell welchen die tief im System vergraben ihre Arbeit tun, kann sich als sehr anstrengend erweisen. Immerhin muss ich bei jeder Anmeldung jedes einzelne Programm mit der Angabe meines Administratorpasswortes begrüßen, was lästig ist. Das muss nicht unbedingt die Schuld von Microsofts neuestem Werk sein, aber das ändert nichts am Stressfaktor – in jedem Fall erwarte ich eigentlich dass zeitnah eine Lösung gefunden wird.

Im Fall von Google Talk, das sich weigert, automatisch bei nicht-Administratoren zu starten, gibt es eine einfache Lösung: Einfach die englischsprachige Fassung installieren, nachdem man die deutsche de-installiert hat. Sicher wird es bald ein deutsches Update geben, aber die englische läuft (noch) besser unter Vista und hat sogar sowas wie Dateitransfer und Orkut-Einbindung (ist da wer Mitglied?). Nebenbei: Ich liebe Jabber/XMPP und Googles Client insbesondere (verklagt mich, er fühlt sich gut an) – installiert euch sowas doch auch, ist klein, fein, werbefrei und höchst angenehm.

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Ja, warum das nur?

Ich bin ein Fan von Spielen UND von Eye Candy. Plus: Ich mag nicht nach einem oder zwei Jahren mindestens €200 blechen, nur um ein Upgrade zu bekommen, weil mein neues Testspiel nicht mehr ohne DX10 rennt – und ich will auch unter Windows auf einer 64bit Umgebung arbeiten, die nicht nur halbherzig mit Treibern unterstützt wird. Mal ganz abgesehen davon, das ich bald einigermaßen moderne Hardware habe, die auch ganz gern Vista hätte. Ja, die gemeinen Sachzwänge, die andere Marketing nennen.

Ich kein Fan von DRM Ich kaufe kaum noch Musik oder Filme (und schon gar nicht als Downloads), weil sie schlichtweg zu teuer geworden sind – ich kriege Musik in Streams oder ich kaufe sie mir bei Konzerten weil ehrlich gesagt eine ganze Menge des guten Zeugs eben nicht in iTunes und Konsorten zu haben ist.

Was Raubkopien angeht (es ist doch nicht der Datenschutz, der diesen Aufschrei gegen DRM auslöst, wenn wir alle mal ehrlich miteinander sind): Offen gesagt ist hier auf dem Land/in Hanglage die DSL Geschwindigkeit dermassen mies, dass z.B. Filme oder Spiele überhaupt nicht sinnvoll zu klauen wären (ein anderer Grund ist, das ich im selben Zimmer wie mein PC schlafe und über Nacht die Kiste laufen zu lassen macht wenig Sinn.). Natürlich ist das alles profan und blöd, aber auch erschreckend wahr.

Klar, es gibt gute Gründe gegen Vista. Aber wer jetzt oder in der nächsten Zeit ein neues System kauft, wäre doch ziemlich bescheuert, ein mitgeliefertes Vista (kostenlos!) gegen ein zugekauftes XP (also, so gar nicht kostenloses OS) auszuwechseln.

Was meine Schreiberei und meine Arbeit an Webgeschichten angeht: Das erledige ich schon seit vielen Jahren unter Linux – nicht unbedingt aus politischen Gründen, sondern weil ich mein Windows wegen einer bestürzenten Menge Betasoftware hin und wieder bügele. Der andere Grund war die KDE Oberfläche, die ich innig liebe, wie jeder meiner Leser wohl oder übel mitbekommen hat. Die relativ geringe Belästigung durch Spyware/Adware/Spam kam noch dazu, ebenso wie solide Sicherheit durch eingeschränkte Userrechte.

Wie man sieht, ist Faulheit für mich entscheidend. Was gut aussieht und mir nicht in die Quere kommt, wird heute benutzt. Da kenn ich nix.

Allerdings: Was in meiner Festplattengarage nun der Kombi und was das Kabriolet ist, wird sich zeigen. Ich habe jedenfalls die freie Wahl. Ich halte euch jedenfalls auf dem Laufenden.

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