Wünsche

Artikel mit dem Stichwort Wünsche.

Der weiße Prinz auf 500beine ist großartig und ihr solltet das auch lesen. Tut ihr wahrscheinlich schon, aber für den Fall der Fälle…

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Keyboard Rebel und ne:o

Die fabulösen Keyboard Rebel und ne:o haben gestern im Plan B gespielt und das hat eine Menge Spass gemacht – übrigens beides Bands, die auf Aaahh! Records veröffentlichen – was unter anderem bedeutet, dass man für Musik zahlen darf, aber nicht muss. Geht doch mal hin, wenn ihr die Chance bekommt, sie zu sehen.

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Ich kann nicht zum Barcamp OWL hier in Bielefeld kommen, wäre aber wohl auch sonst nicht erschienen. Ich fühle mich schlicht von der ganzen Kiste nicht angesprochen – schließlich bin ich weder Techniker oder Werber und schon gar nicht BWLer und die Selbstdarstellung der Veranstaltung war für mich bestenfalls Grund zu wiederholtem gähnen. Irgendwie hatte ich die Barcamps anders in Erinnerung als “Wir duzen uns und lassen den Schlips mal zuhause und abends saufen wir uns alle einen im Stadtpalais” und ich hatte mich eigentlich auf eins in der Nähe gefreut. Vermutlich bin ich jetzt wieder total unfair, aber mehr Offenheit gegenüber nichtkommerziellen Webaktivitäten hätte ich mir gewünscht.

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Ich weiß gar nicht, was ich mir zu Weihnachten wünschen soll – eigentlich habe ich ja alles und die Sachen, die ich wirklich gern hätte, kaufe ich mir lieber selber oder sie sind nicht käuflich. Oder keine Sache. Sondern Person.

Da fällt mir doch noch was ein: Ich wünsche mir, dass Meriche ganz schnell eine großartige Wohnung findet. Bei der Gelegenheit könnte man auch gleich mal ihr Auto wieder in Ordnung bringen und versorglich gut panzern. Verdammte Russenmafia!

Wenn es schon mal nach mir geht, können wir vielleicht dann den Dezember gleich überspringen und in den Januar einsteigen? Da hab ich was vor.

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Jeden Tag sehe ich die Zivis und Praktikanten die Zeitungen wälzen, angeblich auf der Suche nach Artikeln, die unseren Laden erwähnen. Besonders geflissentlich studieren sie die bunten Beilagen der großen und gar nicht so billigen Elektro-Discounter, genauso gewissenhaft widmen sie sich den Prospekten der diversen Handyklitschen.

Jeden Tag.

Jedes Bild wird genau gemustert und eine feinsinnige, wohlinformierte Diskussion geführt. Ganz leise.

Ich gehe meistens auch ganz leise vorbei, um sie nicht zu stören.

Allerdings kommt es schon einmal vor, dass ich mich heranwage und dumme Fragen stelle, wie etwa: “Warum macht ihr das? Braucht ihr ein Handy oder einen Flachbreitfernseher? Oder vielleicht ein Bügeleisen?”

“Ne.”, sagen sie unweigerlich. Und: “Brauch ich alles nicht.”

Brauch ich alles nicht” könnte eine der überflüssigsten Äußerungen überhaupt sein. Es ist ja auch ganz schön unanständig, etwas Materielles gern haben zu wollen. Wenn nicht das eigene Überleben davon abhängt – dann ist das wohl auf eine ganz besondere Art und Weise nicht ganz gesellschaftsfähig. Wir leben in einer technisierten Welt, aber Computer, Internet und diverse kleine, handliche Geräte zum herumtragen… nein, da ist man lieber ganz vorsichtig und betont schon vorausschauend, von solche Apparate schon mal überhaupt ganz und gar nicht in irgendeiner Weise das eigene Wohlbefinden abhängig zu machen. Nicht, dass man sie nicht gern besitzen würde. Oder vielleicht Spaß daran haben könnte. Aber brauchen? Nö.

Wenn wir andere Bereiche unseres Leben genauso betrachten würden, ernährten wir uns von trockenem Brot und dazu einigen Tabletten mit Mineralstoffen, Vitaminen und so weiter. Da wäre nämlich alles drin, was man braucht.

Ich habe eine Menge Bekannte, die im Jahr hunderte von Euro für Urlaub in sonnigen Gefilden ausgeben, ohne mit der Wimper zu zucken – sich aber winden und quälen, wenn sie sich ungefragt entschuldigen, sich für einen minimal teueren Computer entschieden zu haben, weil er ihnen einfach besser gefällt. Dabei sitzen sie täglich davor, starren das Ding an und arbeiten damit.

Ich bekenne hier feierlich: Mein Leben ist deutlich durch Technologie bereichert; ohne kleine, “nutzlose” Gadgets könnte ich mit einigen lieben Menschen nicht einmal mehr Kontakt halten. Ich brauche solches Zeug, genauso wie ich gern mal mehr Geld fürs Essen ausgebe. “Brauchen” – was bedeutet dieses Wort eigentlich noch? Da ist immer schon so eine halbe Rechtfertigung drin – es geht wohl nicht anders.

Warum will man nicht wieder das eine oder das andere, einfach so, weil man sich darüber freuen würde, egal ob man es sich nun gerade leisten kann? Mal so ganz ohne schlechtes Gewissen. Das ist schon in Ordnung, finde ich – und man spart sogar Zeit und Worte und schont noch dazu meine Nerven. Nicht auszudenken, wie positiv sich das auf die Zivis dieser Welt auswirken könnte.

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