Pizza vom Bringdienst mag ich tatsächlich nicht, das wird mir inzwischen immer deutlicher klar. Selbst wenn das Ristorante eigentlich gut genug ist, das durchgeweichte, nicht mehr richtig heiße Ding in der Papphülle vor dir sieht nur in etwa nach dem Traumbild in deinem Kopf aus, nach dem du dir die halbe Stunde von der Bestellung bis zu Auslieferung die mentalen Finger geleckt hast. Der Geschmack, falls vorhanden, entsprecht ebenso wenig der Erwartungen. Immer wieder ein Fehler, immer wieder werde ich nicht schlauer. Eine knappe halbe Stunde ist ganz genau die Zeit, in der Pizza entleckert.
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Ich hatte mal Kolleginnen, die sich in einem Gespräch (es war ein Gespräch in einem Krankenhaus) über Männer unterhielten. Das taten sie dauernd, es waren Krankenschwestern. Nein, wegen einem Kerl würden sie nie umziehen. Niemals. Das wäre ja wohl völlig rückratlos. Liebe hin oder her, die wären es nicht wert. Innerlich stimmte ich zu: Naja, Leute wegen euch würd’ ich nichtmal Bier holen gehen. Ihr alten Geiferziegen. Aber auch sonst, ne, lieber nicht.
Heute bin ich Weichei und es schockt mich, wie viel Weicheikram ich tun würde, für die sie. Da wären ein Umzug und ein neuer Job aber wirklich noch das Mindeste. Ich dachte, ich sollte alt und verbittert werden. Das darf keiner wissen.
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Ich vermisse eines von den alten Gesprächen mit Zeitloch. Sie sind eine Ewigkeit an Erinnerung und nach zwei, drei gefühlten Augenblicken vorbei. Komischerweise ist es dann meistens bereits drei Uhr nachts oder Morgendämmerung.


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